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Dass ein Bild räumlich wirkt, hat viele Gründe.
Hier erfährst Du welche und wie man sie einsetzt.
Räumliches Zeichnen wird viel in Technischen Zeichnungen und diese in der Architektur angewandt.
Aber auch ein räumlich strukturiertes Bild hat seine Reize und erkennbare Vorteile. Hier zeige ich Dir wie Du räumlich zeichnen kannst und wovon dies' abhängt. Außerdem könnt Ihr hier Schattierung zeichnen lernen.
Hier einige Möglichkeiten mit Linien Schattierungen zu zeichnen.
Hier einige Tipps und Techniken wie man ein Bild schraffieren kann. Mit freundlicher Genehmigung unseres Forenmitgliedes Papajupe.
Neben den Kreuzschraffuren gibt es auch exotischere Versionen und Arten ein Bild zu schraffieren.


Neben der Schraffurtechnik ist auch das Verwischen von
Bleistiftlinien sehr beliebt. Viele nutzen dafür die Finger.
Wenn man es kann und sauber arbeitet, können solche
Schattierungen sehr fein abgestuft und realistisch aussehen.
Es empfielt sich allerdings für das Verwischen der Bleistiftlinien
Hilfsmittel wie Wattebällchen, Estopmen, Kork oder Radierer
zu verwenden, da dies "saubere" Methoden des Verwischens
sind.
Das Verwischen von Bleistiftlinien gilt in manchen Künstlerkreisen
auch als Tabu bzw. "verboten", da die eigentliche Schattierungs-
technik das Schraffieren ist.
Letztendlich entscheidet aber Eure persönliche Vorliebe
und eben das, was Euch besser liegt.

Angefangen beim rechten Auge, entsteht Schritt für Schritt ein Frauenkopf, welcher anschließend mit einer Wischtechnik schattiert wird. Mit HB Bleistift gezeichnet.
Wenn man sich z.B. einen Stuhl ansieht, sieht man als erstes den Stuhl als Ganzes. Doch muß man Sehen lernen, denn er besteht für einen Zeichner ersteinmal nur aus Linien.

Dazu nutzt man vier verschiedene Grundformen:
Kreis, Oval, Viereck und Dreieck.
In Kombination mit den Dreidimensionalen hat man viele Möglichkeiten schwierige Objekte auf leichte Weise umzusetzen.

Dreidimensionale/ räumliche Formen:
Im Fall des Stuhls malt man erst einmal einen Würfel und darüber ein Viereck. Man kann diese Vereinfachung auf alle möglichen Objekte übertragen.
Ganz einfach: z.B. ein Apfel= Kreis
Für Bäume könnte man, je nach Art, einen Kegel oder eine Kugel nehmen, der Stamm wäre dann ein Zylinder.

Wenn man sich Kinderzeichnungen ansieht, kann man erkennen, dass selbst sie sich schon diese Hilfen zu nutze machen, indem sie das was sie sehen vereinfachen.
Um zu erkennen, welche Form wo eingesetzt werden kann, muß man lernen sich ein Objekt ganz vereinfacht vorzustellen. Am besten geht dies, wenn man sich ersteinmal einfache Motive einprägt und sie aus dem Kopf heraus auf dem Papier wiedergibt.
Die Wirkung von Linien kann man auch anders zum Ausdruck bringen. Wenn man sich eine Fläche vorstellt, auf der eine einfache Spirale ist, erkennt man, dass sie ruhig und ebenmäßig wirkt. Verschiebt man die Linie aber, entsteht Unruhe und Spannung.

Bei einer anderen Fläche mit einigen Formen, welche zuerst ruhig und ausgeglichen sind, kann man durch Proportionen-Verschiebungen ebenfalls Spannung und Tiefe erzeugen. Dabei wurde allerdings nur der Mittelteil verschoben, die Größe aber nicht verändert.
Bei Landschaftsbildern kann man diesen Trick, zur Erzeugung von Spannung, auch einsetzten. Wie im Beispiel des Baumes, bei dem die Horizontallinie für die Wirkung verantwortlich ist.

Um auf einem zweidimensionalem Blatt einen Raum darzustellen, bedient man sich einiger raffinierter Tricks: Die einfachste Methode ist eine Horizontallinie quer auf das Blatt zu malen.
Es ist sogar möglich mehrere Horizontalenübereinander zu malen. Auch die Entfernung zum Motiv ist ausschlaggebend.

Wenn man mehre Körper, Äpfel beispielsweise, räumlich darstellen möchte, kann man sie entweder staffeln, d.h. hintereinander weg reihen, oder beliebig zusammenstellen.
Bei dieser Variante solltet Ihr unsichtbare Linien anfangs mitzeichnen, das macht es einfacher. Logischerweise, wenn man mehrere gleich große Objekte zeichnet, sind die Hinteren kleiner als die Vorderen.
Dies gilt bei unterschiedlich großen Objekten nur bedingt.

Berühmt sind die Parallelperspektive und die Fluchtpunktperspektive.
Die Parallelperspektive ist die einfachere, weil alle Linien parallel zueinander laufen. Die Grundlinie steht schräg zur Betrachter-Blickrichtung, d.h. wir sehen den Körper von schräg oben, dabei sind immer drei Seiten eines rechteckigen Körpers sichtbar.

Hier ein Bildbeispiel von unserem Forenmitglied C.D. Kelly zur Parallelperspektive.
Die blauen und roten Markierungen zeigen an inwiefern die Bodenfliesen richtig
in der Parallelperspektive dargestellt worden wären:

Die Fluchtpunktperspektive benötigt eine Horizontallinie und mindestens einen daraufsitzenden Fluchtpunkt. Ein im Raum befindlicher Körper wird dann an diesem Punkt ausgerichtet, das heißt die Tiefenlinien führen verlängert zu diesem Punkt.

Schwieriger ist das Ganze bei zwei Fluchtpunkten.
Hierbei richtet sich der Körper zu beiden Punkten zugleich aus, er hat also zwei sichtbare Tiefen, die sich nach den Punkten richten.
Je nachdem aus welcher Perspektive der Betrachter das Objekt sehen soll, setzt man den Fluchtpunkt entweder nach oben für die Vogelperspektive oder nach unten für die Froschperspektive.

In Verschiedenen Perspektiven zeichnen
Man unterscheidet 7 Perspektiven in denen man ein Objekt betrachten kann:
Die Wirkung eines Motivs wird mitunter durch die Perspektive geprägt in dem es dargestellt wird. Die gängige Perspektive ist die „Augenhöhe“, welche unseren Alltag wiederspiegelt und daher einen eher langweiligen bzw. undynamischen Charakter hat.
Verschiebt man die Ansicht auf das Motiv leicht nach oben oder nach unten (Aufsicht oder Untersicht), dann entsteht ein völlig ungewohnter Blickwinkel, das Motiv wird für den Betrachter erheblich interessanter.
Will man extreme Spannung erzeugen, bieten sich extremere Perspektiven an (Vogel- oder Froschperspektive).
Diese beiden Perspektiven werden gerne in Zeichnungen/ Malereien eingesetzt, da diese dem Betrachter ein völlig ungewohntes Gefühl vermitteln.
Die Vogelperspektive gibt das Gefühl von Freiheit, als würde der Betrachter über den Dingen schweben - alles wirkt kleiner. Die Froschperspektive verzerrt die Landschaft, alles kommt einem weiter und entfernter vor - alles wirkt größer.
Eher selten sind die extremsten Perspektiven Draufsicht bzw. Bottom-View.
Kann die Draufsicht im Alltag gelegentlich vorkommen (z.B. wenn man sich auf einer Erhöhung, einem Gebäude, im Flugzeug, Riesenrad etc. befindet), ist die Untersicht für uns eigentlich so gut wie nie sichtbar. Lediglich in gläsernen Gebäuden könnte diese Perspektive vorkommen. Daher ist sie sehr selten.
Für die selteneren Perspektiven braucht man ein besonders gutes Vorstellungsvermögen um ein Motiv in einer solchen wieder zu geben.
Ich habe mich angestrengt und jeweils einen Menschen, Zylinder und Würfel in jeder dieser Perspektiven darzustellen versucht.
Dass dies nicht immer einfach war, sieht man besonders bei den extremen Perspektiven von unten.
Draufsicht:

Vogelperspektive:

Aufsicht:

Augenhöhe:

Untersicht:

Froschperspektive:

Bottom-View:
Erst Schattierungen lassen einen Körper wirklich dreidimensional wirken.
Bei einer Lichtquelle, beispielsweise von hinten links, bekommt der Körper plastisches Aussehen. Man kann allerdings noch nicht erkennen, wo im Raum er sich befindet.
Um dies' zu verdeutlichen, fügen wir noch einen Schlagschatten hinzu.
Man muß auch bedenken, dass der Eigenschatten oder auch Körperschatten immer heller ist, als der Schlagschatten. Auch muß man berücksichtigen, auf welcher Seite die Lichtquelle ist.
Wenn die Lichtquelle z.B. links liegt, befindet sich der Schlagschatten (entgegengesetzt) rechts auf dem Boden.

Ist die Lichtquelle hinter dem Körper, so befinden sich die Schatten nach vorn gerichtet (alle sichtbaren Seitenflächen des Körpers befinden sich im Schatten). Bei einer rechts liegenden Lichtquelle, liegen die Schatten logischerweise links. Dies' wäre bei einer einzigen Lichtquelle der Fall.
Bei mehreren Lichtquellen verschwinden einige Schatten oder werden heller. Dort wo sich die Schatten treffen ist der dunkelste Platz. Entscheidend ist auch die Helligkeit des Hintergrundes.

Hier ist noch einmal zusammengefasst, welche Möglichkeiten man hat räumlich zu zeichnen:

© Urheberrecht von zeichnen-lernen.net und online-zeichenkurs.de by Stefanie Panitz.