Nightmages
zeichnen und malen lernen

Bildgestaltung

Einstellungsgrößen

Dieses Mittel gehört eigentlich zu den Grundlagen der Filmgestaltung,
kann sich aber auch sehr gut für Comics einsetzen lassen.
Es werden an die 8 Einstellungsgrößen unterschieden.

1. Detail: Zeigt einen Teil eines Objektes/ Gesichts.Verwendung: Um Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Detail zu lenken.
2. Groß-Einstellung: Gesicht oder Objekt sind Bildfüllend abgebildet.Verwendung: Um die Aufmerksamkeit auf bestimmte Emotionen zu lenken.
3. Portrait/ Nah-Einstellung: Der Kopf/ Gesicht einer Person stehen im Vordergrund.Verwendung: Für Dialoge, um Mimik zu zeigen.
4. Over Shoulder Shot: Das zu Zeigende wird über die Schulter einer Person im Vordergrund hinweg dargestellt.Verwendung: Wirkt wie eine Darstellung aus der Ich-Perspektive, man nimmt eher am Geschehen teil.
5. Halb-Totale: Zeigt eine Person von Kopf bis Fuß.Verwendung: Eine oder mehrere Personen stehen im Vordergrund. Für z.B. Körperhaltung und Gestik wichtig, auch für Dialoge, Mimik etc.
6. Amerikanische Halbnahe: Zeigt eine Person vom Colt an aufwärts.Halb-Nahe: Zeigt eine Person von der Hüfte aufwärts.Verwendung: Für Gestik und Körperhaltung aber auch für Dialoge oder Mimik einsetzbar.
7. Totale: Überblick über einen Handlungsort.Verwendung: Die Umgebung ist wichtig, Personen nicht. Daher spielen Details auch keine Rolle.
8. Panorama: Weiter Überblick über einen Ort.Verwendung: Z.B. für Landschaften.

Auflösung

Zerlegung der Handlung in einzelne Einstellungen (Einstellungsgrößen); es soll eine Aussage getroffen; Aufmerksamkeit erzeugt werden.
Man kann die Einstellungen auf verschiedene Weisen
kombinieren (klassische Auflösung):


Deduktive Exposition* = Vom Allgemeinen zum Besonderen - von der Totalen zur Naheinstellung - dient der Orientierung.

Indukative Exposition*  = Vom Besonderem zum Allgemeinen - vom Detail über Halb-Nah zur Totalen Einstellung - erzeugt Spannung und Aufmerksamkeit.

*Exposition = Einleitung

Man kann also anfangen erst die allgemeine Umgebung zu zeigen und sich dann erst auf Details konzentrieren. Oder man macht es genau umgekehrt; erst werden Details gezeigt und dann später die Umgebung in dem das Ganze spielt.

Beide Einleitungen haben ihre Wirkungsweisen, die man gezielt nutzen kann, je nachdem wie man sein Comic beginnen möchte.

Innerhalb des Comics kann man verschiedene Einstellungsgrößen verwenden, angepasst an die Story, um die Aufmerksamkeit des Betrachters bewusst zu lenken.

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